Publication type: Conference other
Type of review: Not specified
Title: Quantified self : Gesundheitsoptimierung durch Selbstvermessung
Authors: Meidert, Ursula
Scheermesser, Mandy
Conference details: Schweizer Soziologiekongress, Zürich, 21.-23. Juni 2017
Issue Date: 24-Jun-2017
Language: German
Subjects: Selbstvermessung; Quantified Self; Selbstoptimierung
Subject (DDC): 300: Social sciences
610: Medicine and health
Abstract: Quantified Self: Gesundheitsoptimierung durch Selbstvermessung Hintergrund: Das Interesse der Bevölkerung an Technologien zur Selbstmessung und Selbst-optimierung (wie Gesundheits-Apps, Fitnessarmbänder etc.) hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dieser Trend nennt sich «Quantified Self» und ist nicht nur eine Spielerei, sondern der Drang nach Selbstoptimierung. Das Ziel der Quantified Self-Bewegung ist es, neue Erkenntnisse über sich selbst zu gewinnen (Timmer, Kool & van Est, 2015). Nafus und Sherman (2014) bezeichnen diese Entwicklung als «Self-knowledge through numbers». Die Selbstvermessung knüpft an eine lange Tradition in der Forschung an, bei der es darum geht, Verhalten zu quantifizieren, zu analysieren und zu optimieren (Timmer, Kool & van Est, 2015). Es stellen sich die Fragen, wie die Selbstvermessungs-Technologien heute genutzt werden, welche Erwartungen damit verbunden sind und welche Beweggründe dahinter stehen. Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen einer interdisziplinären Studie untersucht, die von der Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS initiiert wurde. Methode: Mittels Literaturrecherche und Experten/-innen-Interviews wurde der Ist-Stand und die Trendentwicklung von Quantified Self erarbeitet. In Fokusgruppen wurden Nutzer/-innen und Health Professionals zu Motiven, Motivation und Erfahrungen befragt. Resultate: Durch Selbstvermessungstechnologien wird der Körper zum Ergebnis der eigenen Leistung und ist nicht mehr biologisches Schicksal. Krankheit, Unproduktivität und Unzufriedenheit werden als Verlust von Selbstkontrolle und Selbstdisziplin gedeutet (Lupton, 2013). Der/die Einzeln/e wird zunehmend zum „unternehmerischen Selbst“ (Bröckling, 2013) und kann als Spiegel unserer Leistungs¬gesellschaft interpretiert werden – vergleichbar mit anderen Trends z.B. das „Human Enhancement“. Daraus ergeben sich Vorteile: etwa ein einfacheres Messen und damit einen selbstbestimmteren Umgang mit der eigenen Gesundheit und Ressourcen, neue Möglichkeiten für das Gesundheitsmanagement und Patienten/-innen-Empowerment. Es bestehen jedoch auch Gefahren: Der Verlust des eigenen Körpergefühls durch das Messen, ein Diktat der Zahlen und dass Personen, die wenig Ressourcen haben für solche Geräte, zunehmend ins Abseits geraten.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1453
Fulltext version: Published version
License (according to publishing contract): Licence according to publishing contract
Departement: School of Health Sciences
Organisational Unit: Institute of Occupational Therapy (IER)
Institute of Physiotherapy (IPT)
Published as part of the ZHAW project: Quantified Self – zwischen Lifestyle und Medizin
Appears in collections:Publikationen Gesundheit

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