Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-21621
Publication type: Bachelor thesis
Title: Verbreitung der Six-Sigma-Methodik zur Prozessoptimierung im Finanzwesen
Authors: Verma, Samuel
Advisors / Reviewers: Kley, Christoph
DOI: 10.21256/zhaw-21621
Extent: 113
Issue Date: 2020
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subject (DDC): 332: Financial economics
Abstract: Mit einem stetig wachsenden Konkurrenzdruck, niedrigem Zinsumfeld, sinkenden Mar-gen und dem Fortschreiten der Digitalisierung rücken schlanke und effiziente Prozesse in den Fokus der Finanzunternehmen. Um solche zu erreichen werden unterschiedliche Methoden angewandt; eine von diesen ist Six Sigma. Die aus der Industrie stammende Prozessoptimierungsmöglichkeit wurde zu Beginn der Jahrtausendwende von unterschiedlichen Finanzdienstleistern geprüft und teilweise übernommen. Nach anfänglicher Popularität nahm das Interesse wieder ab und die Verbreitung verlangsamte sich. In der Schweiz waren im Jahr 2010 lediglich die beiden Grossbanken mit der Verwendung vertraut. Diese Bachelorarbeit ermittelt daher die Verbreitung der Six-Sigma-Methode im Schweizer Finanzwesen. Zusätzlich sollen Erfahrungsberichte gesammelt, Eignungseinschätzungen evaluiert und die Entwicklung der Methode im Kontext der Digitalisierung bewertet werden. Der Hauptteil zeigt den aktuellen Forschungsstand mittels Literaturrecherche und beinhaltet – zur Beantwortung der Forschungsfragen – eine Online-Umfrage mit Fachspezialisten sowie Experteninterviews mit acht Persönlichkeiten aus der Bank- und Unternehmensberatungsbranche. Die befragten Experten bestätigen zu einem grossen Teil die aus der Literatur gewonnen Erkenntnisse; die Methodik ist gut für eine Anwendung im Finanzwesen geeignet, bedarf aber einer passenden Implementierungsfähigkeit. Probleme in der Verwendung sind nicht auf die Methodik selbst zurückzuführen, sondern treten häufig in Unternehmenskulturen, in Führungspositionen und bei falscher Zielsetzung bzw. missbräuchlicher Verwendung auf. Zusätzlich zeigt diese Arbeit auf, dass zahlreiche Finanzunternehmen die Methodik kennen. Vor allem in den letzten fünf Jahren hat sie mehr Bekanntheit erreicht. Gründe für eine zwischenzeitlich verlangsamte Verbreitung liegen in der mangelhaften Datenerhebungsmöglichkeiten der Finanzinstitute und in derer Profitträgheit. Zum einen sind weniger standardisierte Daten zur Auswertung vorhanden als vergleichsweise in der Industrie, und zum anderen werden trotz dem wachsenden Konkurrenzdruck noch genügend hohe Profite generiert – und somit die Schaffung von optimalen Prozessen hinauszögert. Abschliessend kann eine passende Implementierungsfähigkeit durch Kultur- und Organisationsanpassungen in Form von Förderung agiler Denkansätze, Anbieten von internen Schulungen über Prozessoptimierungsmethoden und mit der Verständnisverbesserung von Führungskräften erreicht werden. Die Digitalisierung kann zudem ein Beschleuniger bestehender Six-Sigma-Praktiken sein. Durch sie kann eine Verbesserung der Datenerhebung bewirkt und die Nutzung von Big-Data vereinfacht werden. In Kombination mit Robotic Process Automation (RPA) kann Six Sigma weiter an Bedeutung gewinnen.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/21621
License (according to publishing contract): CC BY 4.0: Attribution 4.0 International
Departement: School of Management and Law
Appears in collections:BSc Betriebsökonomie

Files in This Item:
File Description SizeFormat 
BA_Verma_Samuel_Verbreitung der Six Sigma Methodik .pdf2.27 MBAdobe PDFThumbnail
View/Open


Items in DSpace are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.