Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-22886
Publication type: Bachelor thesis
Title: Akustisches Monitoring Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) : Detektor und Lokalisierung
Authors: Marti, Patrick
Advisors / Reviewers: Suter, Stefan
Jakober, Maria
Kauf, Peter
DOI: 10.21256/zhaw-22886
Extent: 85
Issue Date: 2021
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subjects: Geburtshelferkröte; Alytes obstetricans; Bioakustik; Automatische Ruferkennung; Lokalisierung
Subject (DDC): 590: Animals (Zoology)
Abstract: Die herkömmliche Methode, um die Bestände der stark gefährdeten Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) zu erheben, besteht darin, rufende Männchen in warmen Frühsommernächten zu zählen. Bei kleinen Populationen besteht aber die Gefahr, unregelmässige Rufer zu übersehen. Bei sehr grossen Populationen hingegen kann es schwer sein, den Bestand zuverlässig einzuschätzen. Akustische Langzeitaufnahmen bieten eine noch selten angewandte Methode, um grosse Zeiträume abzudecken und auszuwerten. Jedoch ist deren Auswertung zeitintensiv und eine Abschätzung der Anzahl Rufer nur bei kleinen Beständen möglich. Es bietet sich deshalb an, die Auswertung von Langzeitaufnahmen zu automatisieren, sowie zu testen, ob sich die Methode der Lokalisierung von Schallquellen mittels synchronisierter Aufnahmen zur Zählung von Rufern eignet. Zur automatischen Auswertung untersuche ich die Programme Ishmael und Kaleidoscope auf ihre Eignung und entwickle eine eigene R-basierte Methode zur Ruferkennung. Die Lokalisierung teste ich in einem Laborversuch mit abgespielten Rufen, wie auch in einem Feldversuch in einer grossen Geburtshelferkröten- Population. Dabei zeigt sich, dass das Programm Kaleidoscope nur deutliche Rufe (bis ca. 20 m vom Aufnahmegerät entfernt) erkennt, dafür aber grosse Datenmengen sehr effizient auswertet. Die R-basierte Methode findet hingegen auch leise Rufe (bis ca. 60 m vom Aufnahmegerät entfernt), braucht aber eine manuelle Nachkontrolle und die Rechendauer ist deutlich länger. Das Programm Ishmael liefert keine verwendbaren Resultate. Die Lokalisierung mittels synchronisierten Aufnahmegeräten gelingt im Laborversuch, wenn auch nicht mit sehr genauen Resultaten. Im Feldversuch scheitert die Methode hingegen. Auch wenn technische Probleme behoben werden könnten, scheint sich die Methode zur Abdeckung von grossen Flächen nur bedingt zu eignen. Die automatische Auswertung kann in Zukunft dazu beitragen, akustische Langzeitaufnahmen effizienter auszuwerten und so deren Anwenderfreundlichkeit zu erhöhen. Dies kann dazu beitragen, kleine Populationen besser zu überwachen, sowie neue, noch unbekannte Standorte zu entdecken. Die Lokalisierung von Schallquellen sollte weiterentwickelt und auch bei anderen Arten getestet werden.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/22886
License (according to publishing contract): CC BY 4.0: Attribution 4.0 International
Departement: Life Sciences and Facility Management
Appears in collections:Bachelorarbeiten Umweltingenieurwesen

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