Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-24385
Publication type: Master thesis
Title: Supply Chain Finance im Rahmen des Working Capital Management
Authors: Bischof, Kevin
Advisors / Reviewers: Vögele, Oliver
Streichenberg, Urs
DOI: 10.21256/zhaw-24385
Extent: 70
Issue Date: 2021
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subject (DDC): 332: Financial economics
658.1: Organization and finance
Abstract: Supply Chain Finance (SCF) ist eine auf die Finanzströme innerhalb der Supply Chain ausgerichtete Stossrichtung im Working Capital Management (WCM), die eine vorteilhafte Lösung für alle Partner in der Supply Chain sucht. Für Unternehmen, die ihr WCM optimieren und verstärkt im Bereich SCF tätig sein wollen, bieten sich mehrere Ansätze an. Die vorliegende Arbeit vergleicht die WCM-Performance ausgewählter Schweizer Grossunternehmen anhand verschiedener Kennzahlen mit Vergleichsgruppen aus Deutschland und Österreich. Zudem erfolgt eine Analyse unterschiedlicher SCF-Instrumente, mit dem Ziel, die für Schweizer Unternehmen geeignetsten SCF-Instrumente zu identifizieren. In einem ersten Schritt wurden die Geschäftsberichte von Schweizer Grossunternehmen und den ausländischen Vergleichsunternehmen ausgewertet, um WCM-spezifische Kennzahlen zu berechnen. Im Anschluss erfolgte eine deskriptive und eine explorative Primärforschung. Die deskriptive Forschung fand als Online-Umfrage mit ausgewählten Schweizer Grossunternehmen statt. Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen die Wichtigkeit des WCM sowie die Verbreitung von SCF-Instrumenten auf. Im Rahmen der explorativen Forschung fanden Interviews mit ausgewählten Schweizer Grossunternehmen statt, um vertiefte Erkenntnisse zu den Anforderungen an das WCM und die SCF-Instrumente zu gewinnen. Im Vergleich der WCM Kennzahlen stehen die Schweizer Grossunternehmen insbesondere bezüglich den Days Payables Outstanding (DPO) und den Days Inventories Held (DIH) schlechter da als die Vergleichsgruppen aus Deutschland und Österreich. Aus der Primärforschung ging hervor, dass die untersuchten SCF-Instrumente nicht weit verbreitet sind und nur vereinzelt eingesetzt werden. Reverse Factoring, Invoice Discounting und Dynamic Discounting stellen die am häufigsten eingesetzten Instrumente dar. Für die Zukunft sind bei den untersuchten Unternehmen nur selten neue Einsätze von SCF-Instrumenten geplant. Zudem gilt, dass die Optimierung des Working Capital, respektive die Maximierung der Liquidität, aktuell nicht bei allen Unternehmen als wichtiges Ziel gesehen wird. Aufgrund der entspannten Liquiditätssituation und der Negativzinsen sehen sich Unternehmen vor allem mit der Herausforderung konfrontiert, dass hohe Bestände an liquiden Mitteln zu Zinsaufwänden führen und möglichst zu vermeiden sind. Die schnellstmögliche Begleichung von Lieferantenrechnungen zur Realisierung der Skonti ist bei den befragten Unternehmen ein wichtiges Mittel, um dieser Herausforderung zu begegnen. Grundsätzlich führen die expansive Geldpolitik und die entspannte Liquiditätssituation bei der Mehrheit der untersuchten Unternehmen dazu, dass die Implementierung von SCF-Instrumenten keine Priorität geniesst. Mit Dynamic Discounting existiert jedoch ein SCF-Instrument, mit dem überschüssige Liquidität profitabel eingesetzt wird. Es eignet sich folglich optimal, um die aktuellen Anforderungen an das WCM zu erfüllen. Dynamic Discounting wird aus diesem Grund, und aufgrund der im Vergleich einfachen Implementierung, als Instrument mit grossem Potential für Schweizer Unternehmen bewertet.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/24385
License (according to publishing contract): CC BY-NC-ND 4.0: Attribution - Non commercial - No derivatives 4.0 International
Departement: School of Management and Law
Appears in collections:MSc Accounting and Controlling

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