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dc.contributor.authorKolb, Annette-
dc.contributor.authorGlässel, Andrea-
dc.date.accessioned2022-09-08T09:48:28Z-
dc.date.available2022-09-08T09:48:28Z-
dc.date.issued2022-
dc.identifier.issn1865-9217de_CH
dc.identifier.issn2212-0289de_CH
dc.identifier.urihttps://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/25587-
dc.description.abstractHintergrund: Das Spektrum der Pflegeberatungsangebote ist beachtlich. Verschiedene Berufsgruppen mit jeweils unterschiedlichen Qualifikationen und Zielsetzungen führen die Beratungen durch, und die Erreichbarkeit sowie die Serviceangebote der jeweiligen Beratungsstellen variieren sehr. Ziel dieser Studie ist das Herausarbeiten von Empfehlungen für pflegebedürftige Personen und ihre Angehörigen, um a) mehr Transparenz und Kenntnisse über das Spektrum an Pflegeberatungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörige sowie professionelle Akteur*innen herzustellen und b) die Strukturen des heterogenen Spektrums der Pflegeberatungen zu optimieren mittels einer qualitativen Studie mit Expert*innen am Beispiel des Landkreises Lörrach. Methoden: Ausgehend von einer systematischen Literaturrecherche wurden 21 leitfadengestützte Expert*inneninterviews fünf verschiedener Interessensvertretergruppen (Vertreter*innen pflegebedürftiger Personen und ihrer Angehörigen, Leistungserbringer, Kostenträger, Landkreis und Kommunen, Politik) analysiert. Alle Interviews wurden digital aufgenommen und wörtlich transkribiert. Die Datenauswertung erfolgte mit der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Ergebnisse: Aus 21 Transkripten der Expert*innen gingen neun Hauptkategorien hervor. Exemplarisch werden im Folgenden die Erkenntnisse aus vier Hauptkategorien aufgezeigt, die in Bezug zum Kriterium Transparenz stehen. Die Expert*innen berichten von zahlreichen Barrieren, die sie bei pflegebedürftigen Personen und ihren Angehörigen erkennen, um eine Pflegeberatung in einem hochkomplexen Gesundheitssystem in Anspruch nehmen zu können. Die derzeitige Pflegeberatungsstruktur ist für informationsbedürftige Personen ohne Hintergrundwissen zum Gesundheitssystem intransparent und eine Differenzierbarkeit der verschiedenen Pflegeberatungsangebote mit den teils unterschiedlichen Aufgaben kaum möglich. Die grundsätzlich themenspezifisch aufgebaute Beratungsstruktur ist geprägt von unkoordinierten Parallelstrukturen, auch zum Thema Pflege, die selbst den professionellen Akteur*innen den Überblick und die Orientierung für eine zielgerichtete Inanspruchnahme der Beratungsangebote von Ratsuchenden, wie pflegebedürftigen Personen und ihren Angehörigen erschweren. Die Expert*innen bekräftigen, wie wichtig kreative Ideen und verschiedene Kanäle unter Berücksichtigung der Generationenunterschiede und dem differierenden Informationsverhalten der Ratsuchenden sind, um die Informationsvermittlung und die Sichtbarkeit der Pflegeberatungsangebote zu erhöhen. Für pflegebedürftige Personen und ihre Angehörigen sind niedrigschwellige, bürgernahe, regionale und barrierefreie Zugänge zu Informationen zu schaffen. Primär für professionelle Akteur*innen sollte eine zentrale Plattform auf Landkreisebene errichtet werden, die viele beim Pflegestützpunkt oder beispielsweise beim Landratsamt angesiedelt sehen, auf der die Fäden zusammenlaufen und sämtliche Pflegeberatungsangebote und Aufgabenbereiche beinhaltet. Diskussion und Schlussfolgerung: Insgesamt werden mit den Studienergebnissen zahlreiche systemische Schwachstellen im Spektrum der Pflegeberatungsangebote und im Versorgungssystem aufgezeigt, welche hier auf das regionale Forschungsfeld begrenzt sind und aus der Perspektive des Versorgungsmanagements betrachtet wurden. Die Relevanz, die Strukturqualität von Pflegeberatungen zu optimieren, wird in der Ergebnisanalyse deutlich. Eine Reform der Sozialgesetzgebung, vor allem der Sozialen Pflegeversicherung (Elftes Buch), ist aus der Interviewanalyse abzuleiten und sollte durch eine landesweite Erhebung weiter untersucht werden.de_CH
dc.language.isodede_CH
dc.publisherElsevierde_CH
dc.relation.ispartofZeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesende_CH
dc.rightsNot specifiedde_CH
dc.subjectPflegeberatungde_CH
dc.subjectVersorgungsstrukturde_CH
dc.subjectPflegereformde_CH
dc.subjectGesundheitskompetenzde_CH
dc.subjectAutonomiede_CH
dc.subjectCare counsellingde_CH
dc.subjectSupply structurede_CH
dc.subjectGerman care reformde_CH
dc.subjectHealth literacyde_CH
dc.subjectAutonomyde_CH
dc.subject.ddc362: Gesundheits- und Sozialdienstede_CH
dc.titlePflegeberatung : Lessons learnt aus einer Expert*innenbefragung zur Versorgungssituation im Landkreis Lörrachde_CH
dc.title.alternativeCare counselling : lessons learnt from an expert survey to the supply situation in the district of Lörrachde_CH
dc.typeBeitrag in wissenschaftlicher Zeitschriftde_CH
dcterms.typeTextde_CH
zhaw.departementGesundheitde_CH
zhaw.organisationalunitInstitut für Public Health (IPH)de_CH
dc.identifier.doi10.1016/j.zefq.2022.05.012de_CH
zhaw.funding.euNode_CH
zhaw.originated.zhawYesde_CH
zhaw.pages.end39de_CH
zhaw.pages.start27de_CH
zhaw.publication.statuspublishedVersionde_CH
zhaw.volume173de_CH
zhaw.publication.reviewPeer review (Publikation)de_CH
zhaw.webfeedG: IPT: Gesundheitsversorgungde_CH
zhaw.author.additionalNode_CH
zhaw.display.portraitYesde_CH
Appears in collections:Publikationen Gesundheit

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