Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-23974
Publication type: Conference poster
Type of review: Peer review (abstract)
Title: Bildungskontexte und (Aus-)Bildungswege von jungen Geflüchteten im Spannungsfeld von Ein- und Ausgrenzung
Authors: Sowe, Rahel
Aeppli, Petra
Mayer, Alexandra
Schlegel, Frida
Roos, Kim
et. al: No
DOI: 10.21256/zhaw-23974
Conference details: Bildung im Kontext von Flucht*Migration: Subjektbezogene und machtkritische Perspektiven, Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland, 13.-15. Mai 2021
Issue Date: 13-May-2021
Publisher / Ed. Institution: Verein emf – Ergotherapie für Menschen mit Fluchterfahrung
Language: German
Subjects: Fluchterfahrung; Asylsuchende; Gemeindenahe Ergotherapie; Projektarbeit; Empowerment; Resilienzförderung; Traumatisierung
Subject (DDC): 371: Schools and their activities
615.8515: Occupational therapy
Abstract: Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung, können im Schulalltag Heraus- und Überforderungen erleben. Nebst kulturellen und sprachlichen Barrieren sind auch posttraumatische Belastungsstörungen und damit einhergehende Symptome wie körperliche Unruhe, hohe Ablenkbarkeit, kurze Konzentrationsspanne, Flashbacks, Angstzustände häufig. Seit dem Herbstsemester 2020 bietet der Verein emf (Ergotherapie für Menschen mit Fluchterfahrung) an einer Schule in Zürich (CH) ein schulbasiertes Gruppenangebot für Kinder und Jugendliche aus Familien mit Fluchterfahrung an. Der emf ist ein junger Verein mit dem Ziel, in der Schweiz die Ergotherapie in der Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung zu etablieren und ihnen den Zugang zur Ergotherapie und anderen medizinischen und sozialen Angeboten zu vereinfachen. Bei unserem Gruppenangebot im Herbstsemester 2020/21 sind wir von einer Schule angestellt. Wir führen wöchentlich mit zwei Gruppen à 6-8 Kindern 2 Lektionen durch. Das Angebot nennt sich Projektgruppe. Einschlusskriterium ist, dass das Kind oder die Eltern in die Schweiz geflüchtet sind und den Schulalltag nicht problemlos bewältigen können. Eine Gruppe ist für die Primarstufe und eine für die Sekundarstufe ausgelegt. Ziel der Projektgruppe ist es, gemeinsam ein Projekt zu planen und durchzuführen und dadurch die Eigenverantwortung und die Handlungsfähigkeit der Kinder zu steigern. Durch die Eigenverantwortung im Projekt wird die Resilienz jedes Mitglieds gestärkt. Mit ergotherapeutischer Unterstützung lernen sie, eigene Ideen zu entwickeln, einen Plan zu entwerfen und diesen umzusetzen. Mit Herausforderungen und Rückschlägen umzugehen, gehört zum Lernprozess, wie auch mit Unterstützung die erfolgreiche Handlungsfähigkeit zu erfahren. In der Gruppe werden zahlreiche Fähigkeiten, wie Kommunikation, soziales Verhalten oder Problemlösung gefördert. Die Kinder entscheiden, was sie gemeinsam machen möchten. Projektideen können sein: ein Parfüm herzustellen, einen Pausenkiosk, Kinonachmittag, Velotour, oder einen Fussballmatch zu organisieren und durchzuführen. Die SchülerInnen werden unterstützt, selbstbestimmt und kreativ vorzugehen und miteinander Lösungen für Probleme zu finden und ihre Stärken in die Gruppe einzubringen. Da die Projektgruppe ressourcenorientiert arbeitet, empfinden sie die Teilnahme am Projekt positiv. Durch den selbstgewählten Inhalt ist die Motivation bei der Teilnahme und Lernbereitschaft hoch. Gleichzeitig werden keine überfordernden Aufgaben für das Kind kreiert, da sich das Projekt immer an den vorhandenen Fähigkeiten der Kinder orientiert.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/23974
Fulltext version: Published version
License (according to publishing contract): Licence according to publishing contract
Departement: School of Health Sciences
Organisational Unit: Institute of Occupational Therapy (IER)
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